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Wie wir arbeiten

Der Weg von der Behauptung zum geprüften Faktencheck – und die Regeln, die dabei gelten.

Glaubwürdigkeit kann man nicht behaupten, nur belegen. Deshalb liegt unsere Arbeitsweise offen.

Der Lernweg in drei Fragen

Hinter der Seite steht eine einfache, von der Forschung gestützte Reihenfolge:

  1. Was gibt es für Manipulation? – Die Maschen erklären die gängigen Techniken (Prebunking: das Muster kennen, bevor man darauf trifft).
  2. Wie erkenne ich sie? – Jede Masche liefert konkrete Erkennungs-Fragen; der Werkzeugkasten bündelt sie.
  3. Wie stelle ich richtig? – Der Leitfaden Richtig widerlegen zeigt, wie eine Korrektur wirklich hängen bleibt (Truth-Sandwich).

Die Faktenchecks verbinden alle drei Schritte an konkreten, belegten Beispielen.

Das Truth-Sandwich

Forschung zur Korrektur von Falschinformation (u.a. das Debunking Handbook 2020) zeigt: Wer eine Falschbehauptung widerlegt, sollte mit dem Fakt beginnen und enden – und den Mythos nur kurz und klar markiert dazwischen nennen. Sonst bleibt am Ende der Mythos hängen. Genau diesem Aufbau folgt jeder Faktencheck:

  1. Fakt zuerst – die belegte Kurzantwort steht ganz oben.
  2. Mythos benennen – einmal, klar als Behauptung gekennzeichnet.
  3. Erklären, warum er falsch ist – mit Zahlen und Quellen.
  4. Fakt wiederholen – und zeigen, wie man es selbst prüft.

Die drei Tiefen

Jeder Beitrag bietet drei Stufen, zwischen denen Leser

frei wählen:

So überfordern wir niemanden, lassen aber jederzeit den Weg in die Tiefe offen.

Belegpflicht und Quellen-Hierarchie

Jede zentrale Aussage braucht eine Quelle. Wir bevorzugen in dieser Reihenfolge:

  1. Primärquellen – amtliche Statistik (Destatis, BKA, Bundesnetzagentur), Gesetzestexte, Originalstudien.
  2. Wissenschaftliche Einordnung – Forschungsinstitute, Fachreviews.
  3. Seriöse Sekundärquellen – etablierte, transparent arbeitende Medien und Faktencheck-Redaktionen.

Einzelmeinungen, anonyme Quellen oder Beiträge ohne überprüfbare Belege reichen nicht.

Fairness

Wir geben Behauptungen korrekt wieder und bauen keine Strohmänner. Wo eine Behauptung einen wahren Kern hat, sagen wir das (siehe etwa Netzkosten im Strompreis-Check). Es geht um Aufklärung, nicht ums Niedermachen.

Korrektur statt Vertuschung

Fehler passieren. Wenn wir einen machen, korrigieren wir ihn offen – nachvollziehbar über die Versionsgeschichte auf GitHub. Jede

kann jede Änderung einsehen und hinterfragen.

Der Veröffentlichungsweg

Vorschlag (Issue) → Recherche → Entwurf nach Vorlage → Pull Request → Gegenlesen durch eine zweite Person → Freigabe → Veröffentlichung. Der redaktionelle Status (Entwurf, In Prüfung, Geprüft) ist an jedem Beitrag sichtbar.